Informationen

Hier haben wir Ihnen einige Informationen zum Hören, zum Tragen von Hörgeräten und anderes nützliches Wissen rund ums Ohr zusammen getragen.

Schwerhörigkeit:

In Deutschland sind ca. 14 – 16 Millionen Menschen von einer Hörminderung betroffen. Somit sind in etwa 20% aller Bürger hörbeeinträchtigt. Unter den über 65-Jährigen liegt die Quote ungleich höher. Dies zeigt, dass ältere Menschen durch Nachlassen des Gehörs besonders betroffen sind. Dies ist besonders in den Industrienationen der Fall. Hier ist sogar jeder 2. Mann und jede 3. Frau von einer Hörminderung betroffen. Damit ist Schwerhörigkeit auch eine weit verbreitete Volkserkrankung.

Studien zufolge wird sich die Zahl der Schwerhörigen in Zukunft noch erhöhen, da eine Vielzahl von Personen berufs- oder freizeitbedingt allgemeiner Lärmbelästigung oder aber lauter Musik (Disco etc.) ausgesetzt sind. Ein weiterer Grund ist auch die sich verändernde Altersstruktur der Bevölkerung, hin zu immer mehr älteren Menschen.

Das Entstehen von Schwerhörigkeit ist meist ein schleichender Prozess, der erst ab einem bestimmten Grad bewusster wahrgenommen wird. Neben medizinischen Ursachen ist die Belastung der Ohren durch Lärm doch aber noch immer der weit häufigste Grund. So können einmalige Vorfälle wie Silvesterböller, aber auch anhaltende erhöhte Schallpegel, wie z.B. das Laufen von Maschinen, zu einer dauerhaften Schädigung des Gehörs führen. Da besonders die hohen Töne vom Verlust betroffen sind, werden z.B. Konsonanten wie “K” und “S” oft nicht mehr wahrgenommen, so dass das Verstehen stark nachlässt.

Erkennen von Schwerhörigkeit:

Durch den sehr oft schleichenden Prozess merkt der eigentlich Betroffene die Auswirkungen erst recht spät im Verhältnis zu seinen Mitmenschen. Somit empfinden Mitmenschen zuerst den sehr lauten Fernseher als störend. Auch das ständige Nachfragen oder das übermässige Zustimmen mit einem lächelden “Ja” sind ein deutliches Zeichen auf einen Hörschaden. Ein weiteres Merkmal für den Hörverlust ist das Lippenablesen.

Kam es schon hin und wieder vor, dass Sie das Klingeln an der Tür oder das Telefon im Nebenraum überhört haben? Neben diesen eindeutigen Zeichen kann aber auch jeder für sich einmal in sich hinein horchen und überprüfen, ob er das leichte Rauschen des Windes in den Blättern, den Kühlschrank oder auch die Uhr an der Wand oder die Vögel im Garten hören kann, wie dies früher immer der Fall war.

Wenn von diesen Punkten etwas auf Sie zutreffen sollte und sie sich etwas wieder erkennen, ist der erste Schritt schon getan. Gerne können Sie bei uns vorbei schauen und kostenlos umfangreichere Hörtests durchführen und auch gerne kostenlos Leih-Hörgeräte bekommen, um sich einen Eindruck von einer ganz neuen Lebensqualität zu machen.

Tipps zum Tragen von Hörgeräten

  • Immer auf den korrekten und dichten Sitz des Passstückes oder des Im-Ohr-Gerätes achten. Dies verhindet das Pfeifen und hochtönige Fiepen.
  • Beim Einsetzen der Geräte hilft ein Spiegel nicht immer, da alles seitenverkehrt ist.
  • Nach dem Tragen das Gerät ausschalten oder die Batterie heraus nehmen. Das sichert den angegebenen Nutzungszeitraum für die Batterien.
  • Die Geräte nachts öffnen oder besser in eine Trockenbox legen, um jegliche Feuchtigkeit zu entfernen.
  • Regelmässig zum Check kommen, um einen flexiblen Schallschlauch zu gewährleisten und eine innere Reinigung des Hörsystems vornehmen zu lassen, dies fördert die Haltbarkeit und den Hörgenuss
  • Die Hörgeräte möglichst oft tragen und nicht nur zu bestimmten Gegebenheiten. Das hilft, sich an die Hörgeräte zu gewöhnen und trainiert auch gleichzeitig das Hören neu.